„Haltet KI aus den Theatern raus.“ „Haltet KI aus der Musik raus.“ „Haltet KI aus dem Sozialen raus.“ Solche Kommentare lesen wir regelmäßig im Netz – und als Studio, das KI im Kulturbetrieb und im sozialen Bereich offen einsetzt, beschäftigen sie uns besonders. Sie kommen oft von Menschen, die genau in diesen Bereichen arbeiten und Angst haben: vor der Veränderung und vor dem Wegfall ihrer Jobs. Diese Sorge nehmen wir ernst. Aber KI einfach draußen zu lassen, halten wir für den komplett falschen Weg.
Die Frage nach dem Ob hat sich erledigt
Ob wir KI nutzen oder nicht, wird sich bald nicht mehr stellen – die Entwicklung lässt sich nicht zurückdrehen. Entscheidend ist, wie wir mit KI umgehen. Deshalb sollten wir sie nicht verteufeln, sondern uns mit ihr auseinandersetzen. Denn nur wer KI versteht und mit ihr umgehen kann, kann den Umgang mit ihr künftig auch gestalten.
Wer sich verweigert, überlässt anderen das Steuer
Wer sich der Entwicklung komplett verweigert und möchte, dass alles so bleibt, wie es immer war, dem läuft die Zeit davon. Die Richtung bestimmen dann diejenigen, die sich damit auseinandergesetzt haben und sich auskennen. Das ist aus unserer Sicht der größte Fehler, den man jetzt machen kann.
Für Unternehmen, Kulturbetriebe, soziale Vereine und Städte geht es deshalb nicht um die Entscheidung Ja oder Nein, sondern um die Frage: Wie machen wir das?
- In welchen Bereichen möchten wir KI nutzen?
- Wie kommunizieren wir das nach außen?
- Und vor allem: Wie sehen unser System und unsere Strukturen in fünf Jahren aus – in den Kommunen, in den Theatern, im Musikbetrieb?
Nur wenn wir eine Vision haben und verstehen, wohin die Reise geht, können wir dafür sorgen, dass wir alle auch in fünf Jahren noch Jobs haben. Denn eine Umstrukturierung der Arbeitsbereiche wird es auf jeden Fall geben. Trotzdem wird es weiterhin Bedarf an menschlicher Intelligenz geben, an menschlichem Know-how – und vor allem an menschlichem Geschmack.
Was KI nicht kann: entscheiden, was gut ist
KI kann nicht entscheiden, was gut oder schlecht ist – und auch nicht, was den Wünschen einer Künstlerin oder eines Künstlers entspricht. Wer künstlerisch arbeitet, entscheidet am Ende selbst: was generiert wird, welcher generierte Song genutzt wird, welches generierte Objekt ins Werk kommt. Das muss der eigenen künstlerischen Vision entsprechen.
Eine KI hat keine künstlerische Vision – es sei denn, du gibst ihr eine.
Offen statt heimlich
Genauso wichtig ist es für Unternehmen, Kommunen, Städte und unsere gesamte Gesellschaft, darüber nachzudenken, an welchen Stellen wir KI wie nutzen. Und zwar offen: Es hilft niemandem, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich einen privaten ChatGPT-Account anlegen und KI heimlich, hinter dem Rücken ihrer Arbeitgeber, nutzen. Wir müssen jetzt so proaktiv und offen damit umgehen wie nur möglich.
Dazu gehört, Menschen zu schulen – junge, alte und alle dazwischen. Damit wir den Umgang mit KI wirklich lernen, erkennen, was mit KI generiert wurde und was nicht, und gemeinsam festlegen, wo wir künftig Grenzen ziehen.
KI ist nicht die letzte große Veränderung
Wir müssen uns im Umgang mit künstlicher Intelligenz emanzipieren – und im Umgang mit allen anderen Technologien, die noch auf uns zukommen. Denn KI wird bei Weitem nicht die letzte sein. Wer heute zur Gen X, zur Gen Z oder einer Generation dazwischen gehört, hat seit Mitte der Neunzigerjahre erlebt, wie Mobiltelefone, das Internet, Smartphones und jetzt KI Einzug gehalten haben. So große Umbrüche hat vor uns kaum eine Generation innerhalb eines einzigen Lebens erlebt.
Und es wird weitergehen. Die folgenden Generationen müssen sich darauf einstellen, dass die technische Entwicklung immer schneller wird – oder an irgendeiner Stelle kippt. Auch dieses Szenario sollten wir mitdenken und uns eventuell darauf vorbereiten.
Mitgestalten statt abstempeln
Es bringt also nichts, KI einfach als negativ und schlimm abzustempeln. Wir müssen uns mit der Situation auseinandersetzen, wie sie ist, und sie so weit wie möglich mitgestalten. Genau das wollen wir mit Eliah GOGO tun. Und wir helfen unseren Kundinnen und Kunden dabei, den Umgang mit KI für sich zu gestalten – damit sie ihre Geschäfte und Gewerke auch in Zukunft umsetzen können.
Wie das im Theater, im Festival oder im Kulturhaus konkret aussieht, zeigen wir unter KI im Kulturbetrieb.
Wer wissen möchte, wo KI im eigenen Haus sinnvoll ist und wie man offen darüber spricht: Unser KI-Check ist der einfachste Einstieg.



